Mumbai war bisher zweifellos mein Indien-Highlight. Zumindest verglichen mit dem Varanasi geht’s hier um einiges gesitteter zu. Die Autos halten sich an ihre Straßenseite, die Rikscha-Fahrer nerven dich nicht ständig, man hat das Gefühl es gibt so etwas wie Verkehrsregeln an die sich die Leute halten, es liegt nicht so irre viel Müll herum… und und und.
Vor allem das Stadtbild hat mir sehr gefallen. Die Straßen sind teilweise wie Alleen angelegt (Bäume auf der Seite), und viele der Gebäude sind echt imposant. High Court oder Victoria Terminus Train Station zB, um nur zwei zu nennen. Es gibt sogar eine ganze Reihe von öffentlichen Parks!
Als ich mir mal die Stadt genauer angesehen habe, ist mir jedoch eines aufgefallen: Der Großteil jener Dinge die mir hier so gefallen, und die die Stadt so schön machen (Aleen/Parks/schöne Gebäude), gehen eigentlich auf die Briten zurück.
Die Tatsache dass die Briten Bombay damals (wie eigentlich ganz Indien) okkupiert haben ist einerseits natürlich moralisch/ethisch/whatever bedenklich, aber mal ganz ehrlich: wenn die Briten hier nicht gewesen wären, wäre die Stadt heute wahrscheinlich genauso ein Drecksloch wie Varanasi.
